Traditioneller Neujahrsempfang des Business-Club-Tirol mit Profilerin und Kriminologin Patricia Staniek als Keynote-Speakerin.
„Was gibt euch die Sicherheit, dass vor, hinter oder neben ihnen nicht eine Psychopathin oder ein Psychopath steht?“ Es war eine bewusst provokante Frage, die Patricia Staniek gleich zu Beginn ihren Zuhörern stellte. Als Antwort auf das aufkommende Gelächter des Publikums folgte der Hinweis, die „Gefahr, dass Psychopathen hier im Raum sind“ sei definitiv groß. Denn international betrachtet sei jeder 7. Mensch ein Psychopath. Was per se aber nicht schlecht sei, denn ohne Menschen mit solch einer Persönlichkeitsstörung würde unsere Wirtschaft gar nicht funktionieren. Die Frage sei nur, ab welcher Stufe psychopathischen Verhalten für andere Menschen gefährlich werde.
Mit einer Neujahrs-Keynote der etwas anderen Art rund um das Thema „Unser Verhalten und wie es unsere Zukunft bestimmt“ sorgte die aus Presse und TV bekannte Profilerin, Kriminologin und Analytikerin Patricia Staniek beim diesjährigen traditionellen Neujahrsempfang des Club Tirol ihm ehrwürdigen Wiener Palais Eschenbach für einen unterhaltsamen und zugleich auch nachdenklich stimmenden Auftakt. Die Neujahrsbotschaft von Club Präsident Julian Hadschieff und Vizepräsidentin Renate Danler lautete gleich zur Begrüßung: „Sind wir dankbar, dass wir in einem friedlichen, freien, demokratischen und wunderschönen Land, das von Sicherheit und Wohlstand geprägt ist, leben. Mit Selbstbewusstsein, Zuversicht und positiver Haltung können wir auch die kommenden Herausforderungen gemeinsam bewältigen.“
Über Verhaltensänderungen
Patricia Staniek gab dann einen rasanten Überblick über ihre Arbeit („das Verhalten von Menschen zu analysieren ist mein täglich Brot“) und erläuterte dann die Auswirkungen von individuellem und Gruppenverhalten.
Diese Veränderungen bedeuten jedoch, dass für ein gedeihliches Zusammenleben auch andere Verhaltensweisen nötig sind. „Wir brauchen keine Dauerempörung und Hysterie, keinen ständigen Katastrophenmodus, keine Schwarz-Weiß-Erzählungen, keine Panik-Weiterleitung via Social Media, kein ständiges Jammern und keine permanente Opferhaltung, die für alles Schlechte immer andere verantwortlich macht“, so Staniek. Was es brauche sei hingegen etwa die Bereitschaft, nicht immer „alles sofort zu bewerten, sondern zuerst einmal darüber nachzudenken.“ Innere Stabilität statt emotionaler Daueralarm ist ebenso gefragt wie die Fähigkeit, Durststrecken zu überstehen, ohne in Zynismus oder Radikalisierung zu rutschen. Es „braucht Menschen mit persönlichen Werten, die nicht jeden Tag umfallen, wenn es unbequem wird.“
Dank an scheidende Vorstandsmitglieder
Der Club Tirol-Neujahrsempfang bot nach diesen Ausführungen beste Gelegenheit, sich bei den nun aus dem Club-Vorstand ausscheidenden, sehr verdienten Mitgliedern Charlotte Sengthaler sowie Herbert Rieser vor Publikum ausführlich zu bedanken. Club-Mitgründerin Charlotte Sengthaler wurde dabei eine besondere Ehre zuteil: ihr wurde per Urkunde die „Ehrenmitgliedschaft auf Lebenszeit“ verliehen.
Nach den Dankesworten begrüßte das Präsidiums-Duo herzlich die beiden neuen Club-Vorstandsmitglieder Johanna Seeber (Südtiroler Unternehmerin und Chefin der Seeste Bau Unternehmensgruppe in Österreich) und Martin Resel (Stv. Vorstandsvorsitzender & CCO Enterprise A1).
Beim anschließenden inoffiziellen Teil konnten sich die Club Tirol-Mitglieder dann an einem reichhaltigen Buffet laben, angerichtet von den Club-Kooperationspartnern Tirol Milch und Wedl Handels GmbH. Präsident Hadschieff durfte sich schließlich noch über das Erscheinen eines besonderen Gastes freuen, „Wahltirolerin“ und „Grand Dame der heimischen Spitzen-Hotellerie“ Elisabeth Gürtler.



