10. Treffen der Expert Group „Marketing und Kommunikation“ im Club Tirol bei MED-EL Wien
„Wir wollen Hörverlust als Barriere für Kommunikation und Lebensqualität überwinden.“ Geprägt von diesem Leitspruch entwickelten Ingeborg und Erwin Hochmair basierend auf ihren Forschungsarbeiten an der TU Wien das erste mikroelektronische, mehrkanalige Cochlea-Implantat. Es verhilft Menschen mit Hörverlust oder Taubheit zu einer neuen Lebensqualität. Nach der Erstimplantation im Jahr 1977 am AKH Wien erfolgte 1990 die Gründung von MED-EL in Innsbruck.
Dort hat das globale High-Tech-Unternehmen bis heute seinen Hauptsitz. Aktuell beschäftigt der weltweit führende Hersteller von Hörimplantaten über 3000 Mitarbeiter:innen aus rund 90 Nationen und ist in 140 Ländern aktiv. Das Gründerehepaar erhielt für seine Leistungen vielfache Auszeichnungen, 2023 wurde Ingeborg Hochmair vom Club Tirol für ihr Lebenswerk gewürdigt.
Es gibt demnach eine ganze Reihe von Gründen, um sich näher über die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens und über die Entwicklung der bahnbrechenden technisch-medizinischen Errungenschaft zu informieren. Dazu hatten Mitglieder und Freunde des Club Tirol kürzlich bei ihrem Besuch der Wiener Niederlassung von MED-EL im Gartenpalais Liechtenstein Gelegenheit. Organisiert wurde das Treffen von der Expert Group „Marketing und Kommunikation“ unter der Leitung von Sigrid Neureiter, die in ihrem Eröffnungsstatement mit einer Klangschale auf das Thema einstimmte.
Ewald Thurner, Area Manager von MED-EL Wien, erläuterte anschaulich, was das Cochlea-Implantat so einzigartig macht, zum Beispiel:
* Zukunftskompatibel: Patient:innen werden ein Leben lang begleitet und können sicher sein, dass sie auch viele Jahre nach Einsatz des Implantats mit der neuesten Technologie versorgt werden.
* Produktportfolio: Es bildet verschiedenste Arten von Hörverlust ab und ermöglicht damit für jede/n die passende Hörlösung.
* Roboterassistierte Chirurgie: Unter der Aufsicht von Chirurgen kommen Präzisionswerkzeuge zum Einsatz, die das menschliche Vermögen weit übertreffen.
* Spezielle Vermessungs-Software, die es nur bei MED-EL gibt.
*10 Elektrodenoptionen für unterschiedliche anatomische Voraussetzungen.
Die genannten Errungenschaften zeigen exemplarisch den hohen Anspruch an Präzision und Innovation, der das Familienunternehmen prägt. Hinzu kommt, dass trotz höherer Kosten überwiegend in Österreich produziert wird.
Ja zu Europa
„Wir lassen uns auf keinen Preiskampf ein, wir wollen einfach besser sein“, betont Ewald Thurner. Er leitet seit 35 Jahren MED-EL Wien und ist dem Unternehmen damit fast ebenso lange verbunden wie das Gründerehepaar. Gemeinsam mit seinem Team betreut er 20 Länder, von österreichischen Nachbarn über Balkanstaaten und das Baltikum bis hin zu Niederlassungen im arabischen Raum.
Dass es sich lohnt, nicht immer den billigsten Weg zu gehen, beweist etwa die Tatsache, dass MED-EL in China Marktführer ist, wiewohl es dort nicht produziert. Entsprechend dieser Philosophie startet das Unternehmen im Sommer die Kampagne „Ja zu Europa“
Das große Interesse am Thema Hören zeigte die anschließende sehr angeregte Diskussion, bei der Ewald Thurner, assistiert von Biomedizintechnikerin Gina Gundacker, zahlreiche Fragen beantwortete. Fortgesetzt wurde der Austausch in der Hofkellerei Liechtenstein, wo der Abend auf Einladung von MED-EL Wien stimmungsvoll ausklang.
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