Superstimmung beim jährlichen Sommerfest des Business-Netzwerks CLUB TIROL in Wien. Die Schönbrunnerbad-Chefs Sepp und Doris Ebenbichler (Hall i. T.) überraschten mit brasilianischem Samba und die TirolerInnen tanzten mit in den lauen Sommerabend. Immerhin waren vor knapp 100 Jahren zahlreiche TirolerInnen nach Brasilien ausgewandert und behaupten sich dort im Dorf "Dreizehnlinden" und "Tirol" bis heute.  CLUB TIROL-Präsident KR Mag. Julian Hadschieff begrüßte 100  nach Wien "ausgewanderte" Landsleute - unter ihnen Sektionschef Dr. Mathias Vogl, die ORF-Moderatoren Olivia Peter und Matthias Schrom-Kux und die Vorstandsmitglieder Mag. Renate Danler, Charlotte Sengthaler, MA, MMag. Martina Scheiber.

Die Wirtschaftsstandorte Südtirol und Tirol im Vergleich

Südtirols Wirtschaft brummt und ruft immer lauter nach Fachkräften. "Trotz Uni in Bozen studieren die meisten Südtiroler außerhalb des Landes und kommen nicht so leicht zurück", stellte Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher bei einer vom Club Tirol organisierten Podiumsdiskussion in Wien fest. Um für Startups, Forschung und Entwicklung Hochqualifizierte in die Heimat zu locken, "wollen wir Rückkehrwilligen den roten Teppich ausrollen."

Im Vergleich zur Konkurrenz in Europa sind die Gehälter in Südtirols niedrig. Damit die Löhne attraktiver werden, will das Land nun mit einer befristeten Übernahme von Bruttolohn-Anteilen einspringen, kündigte Kompatscher an. Christof Oberrauch, Senior Chef der weltweit agierenden Unternehmensgruppe Durst Phototechnik, bringt es auf den Punkt: "Für Unternehmer sind die Lohnkosten in beiden Ländern gleich hoch. Nur bleibt den Mitarbeiten in Italien wesentlich weniger übrig als in Österreich. Das ist eine rein steuerliche Angelegenheit". Die Steuerlast in Südtirol ist "deutlich" höher als in Österreich, obwohl sie der Landeshauptmann dank seiner Autonomie etwas senken konnte.

Eine weitere Hürde im Kampf um die besten Köpfe ist die Zweisprachigkeitsplicht in der öffentlichen Verwaltung. "Im Kampf gegen den europaweiten Ärztemangel ist die Zusatzqualifikation, Deutsch und Italienisch zu beherrschen, ist ein großes Handicap", räumt der Landeshauptmann ein.

"Was ist aber südlich des Brenners besser als nördlich, zumal viele Südtiroler Firmen in Österreich investieren?", bohrt News-Chefredakteurin Esther Mitterstieler weiter in der Podiumsrunde im Haus der Europäischen Union. "Ein toller Markt, der noch nicht konsolidiert ist und die Loyalität der Mitarbeiter", zählt Herbert Noichl auf. Der Tiroler Unternehmer investiert mit seiner cfo-Management GmbH in alpenländische KMUs, also auch in Südtirol. Nachteilig seien dort die Infrastruktur (fehlendes Breitband) und geographische Erreichbarkeit.

Bei den Grundstücks- und Strompreisen bietet Österreich eindeutig die besseren Konditionen, unterstreicht Christof Oberrauch, während man als Unternehmer in Italien eine gute Portion "Heroismus" aufweisen müsse Die Bürokratie sei in beiden Ländern gleich hoch.

Die hohen Grundstückspreise will der Landeshauptmann mit einer Reform der Raumordnung eindämmen, die zu einer künstlichen Verknappung geführt habe. Auch in Zukunft wird in den ländlichen Raum investiert, nicht nur in Straßen "bis ins letzte Dorf", sondern auch in Soft-Facts wie in Kultur und Vereinsleben, um eine Landflucht aus den Tälern weiterhin zu verhindern.

"Wir investieren kräftig in die öffentliche Mobilität, in die Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel und streben Bahnverbindungen in die Schweiz und nach Venedig an", skizziert Kompatscher bei 100 Zuhörern des Club Tirol. Ein großer Brocken ist die Reform des Gesundheitssystems, das in Notfällen in Südtirol besser funktioniere als in Österreich, während es bei nicht-dringenden Leistungen umgekehrt sei. An einer medizinischen Ausbildung mit Innsbruck wird gebastelt. "Im Gesundheitssystem gilt es, Kirchtürme niederzureißen. Das fällt uns Tirolern ja besonders schwer".

Beim 2. Ladinischen Watterturnier am 22. Mai 2017 herrschte im schönen Tiroler Ambiente der BrauBar – dem urigen Wirtshaus in Wien Hernals - besonders gesellige Stimmung. Eine Spieleinführung hat es durch die Spielleiter Martina Scheiber und Max Hafele nicht gebraucht, denn alle Teilnehmer haben seit fast 10 Jahren in Wien die Möglichkeit, den „Watterstammtisch“ in Wien zu besuchen. Nach einer spannenden Verlosung der Spielpaare, ging es sogleich zur Sache. Auch wenn der Spaß am Kartenspiel an erster Stelle stand, bemühten sich die Teams, welche allesamt mit ehrgeizigen und geübten Wattern besetzt waren, um die tollen Preise der Sponsoren.

Am Ende konnte sich ein Team als Sieger des über 4-stündigen, äußerst spannenden Wattmarathons küren: Josef Schroll und sein Partner Ronny Ehringer haben den Hauptpreis -2 Skizzen im Wert von jeweils 800 Euro von dem jungen Kitzbüheler Künstler Matthias Bernhard zur Verfügung gestellt – gewonnen.

Der zweite Platz ging knapp an Mag. Michaela Pedarnig und Mag. Michael Neudert, welche jeweils 2x2 Tirolerballkarten – zur Verfügung gestellt vom Tirolerbund – ergatterten. Einen ehrenwerten dritten Platz sicherten sich Kurt Schranz und Max Hafele, welche sich jeweils über 2x2 Karten für das Tennisturnierfinale in Kitzbühel am 05.08.17 vom Generali Open erfreuten.

Ein herzliches Dankeschön an die Sponsoren des 2. Ladinischen Wattturniers in Wien:

Matthias Bernhard

Tirolerbund

Tiroler Versicherung

Generali Open

Tiroler Tageszeitung

Hypo Tirol

„Gewattet“ wird in Tirol seit Jahrhunderten in fast allen Familienstuben und typischen Einheimischen-Gasthäusern. Diese Tradition des Wattens, die ein Teil des Tiroler Volkskulturgutes ist, führen wir seit fast 10 Jahren in Wien fort.

Die Watterregeln des Turniers

 

„Die Seestadt Aspern ist wie eine Gitarre. Sie bringt verschiedene Saiten zum Klingen“, erklärt Stadtführer Herbert bei einem Rundgang mit über 60 Mitgliedern des Club Tirol, mit Stadtbaudirektorin Brigitte Jilka an der Spitze.  

Eine Saite ist sofort spürbar: „Der Wind ist stetig und stark“. Eine weitere Saite ist gut sichtbar, aber erklärungsbedürftig: Die Erdgeschosszone. Darunter ist die Ansammlung kleiner Geschäfts- und sonstiger Lokale auf ebener Erd‘ zu verstehen. Große Kaufhäuser, die womöglich Autoverkehr erzeugen, haben hier keinen Platz.

Ein wichtiger Klang, den die Stadtplaner zum Schwingen bringen möchten, ist der soziale Zusammenhalt. Ärmere und reiche Menschen sollten friedlich nebeneinander leben, jüngere und ältere, neu Zugereiste und Wiener. Arbeit und Wohnen soll nebeneinander passieren. Momentan dominieren bei den 6.500 Bewohnern noch die sozial schwächeren Schichten, darunter viele Familien mit Kindern.  Günstige Studentenwohnungen in innovativem Design gehören dazu. Holzhäuser und Wohnungen für betuchtere Zeitgenossen sind erst im Entstehen, ebenso die erhofften neuen Arbeitsplätze. Bis die angepeilten 25.000 Bewohner im Jahr 2028 erreicht sind, sollte der soziale Mix aber passen.

Grüne Erholungszonen und freizügige Sportareale sind die nächsten durchschlagenden Sounds dieser City.  Auch das Wasser darf bei der Gitarrenmusik mitspielen -  wenngleich der Grundwasserteich, dem der Stadtteil seinen Namen verdankt, recht klein ausgefallen und Schwimmen nur auf eigene Gefahr erlaubt ist.

Beim spannenden Rundgang durch eines der größten Stadtentwicklungskonzepte Europas wird immer deutlicher: Eine Saite will die Seestadt ganz bestimmt nie zum Klingen bringen – den Klang der Motoren. „Den Autoverkehr wollen wir möglichst gering halten“, betont  denn auch Stadtbaudirektorin Jilka in frischer Osttiroler Direktheit.

Deswegen ist die auf dem Reisbrett entworfene Seestadt so konzipiert, dass bis zum nächsten Geschäft, zum Kindergarten oder zum Sportplatz maximal 300 Schritte nötig sind. Auch Autofahrer sollen den Weg zu ihrem Fahrzeug tunlichst „fußfüssig“ zurücklegen. Also gibt es Sammelgaragen. Vielleicht ist das der Grund, warum diese oft leer und die knappen Parkplätze auf der Straße so heiß begehrt sind?

Dafür ist die Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz optimal: mit der U-2 ist man ein einer halben Stunde mitten im Ersten - mit Haltestellen direkt vor WU, Uni Wien und TU.

 

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