„Die Seestadt Aspern ist wie eine Gitarre. Sie bringt verschiedene Saiten zum Klingen“, erklärt Stadtführer Herbert bei einem Rundgang mit über 60 Mitgliedern des Club Tirol, mit Stadtbaudirektorin Brigitte Jilka an der Spitze.  

Eine Saite ist sofort spürbar: „Der Wind ist stetig und stark“. Eine weitere Saite ist gut sichtbar, aber erklärungsbedürftig: Die Erdgeschosszone. Darunter ist die Ansammlung kleiner Geschäfts- und sonstiger Lokale auf ebener Erd‘ zu verstehen. Große Kaufhäuser, die womöglich Autoverkehr erzeugen, haben hier keinen Platz.

Ein wichtiger Klang, den die Stadtplaner zum Schwingen bringen möchten, ist der soziale Zusammenhalt. Ärmere und reiche Menschen sollten friedlich nebeneinander leben, jüngere und ältere, neu Zugereiste und Wiener. Arbeit und Wohnen soll nebeneinander passieren. Momentan dominieren bei den 6.500 Bewohnern noch die sozial schwächeren Schichten, darunter viele Familien mit Kindern.  Günstige Studentenwohnungen in innovativem Design gehören dazu. Holzhäuser und Wohnungen für betuchtere Zeitgenossen sind erst im Entstehen, ebenso die erhofften neuen Arbeitsplätze. Bis die angepeilten 25.000 Bewohner im Jahr 2028 erreicht sind, sollte der soziale Mix aber passen.

Grüne Erholungszonen und freizügige Sportareale sind die nächsten durchschlagenden Sounds dieser City.  Auch das Wasser darf bei der Gitarrenmusik mitspielen -  wenngleich der Grundwasserteich, dem der Stadtteil seinen Namen verdankt, recht klein ausgefallen und Schwimmen nur auf eigene Gefahr erlaubt ist.

Beim spannenden Rundgang durch eines der größten Stadtentwicklungskonzepte Europas wird immer deutlicher: Eine Saite will die Seestadt ganz bestimmt nie zum Klingen bringen – den Klang der Motoren. „Den Autoverkehr wollen wir möglichst gering halten“, betont  denn auch Stadtbaudirektorin Jilka in frischer Osttiroler Direktheit.

Deswegen ist die auf dem Reisbrett entworfene Seestadt so konzipiert, dass bis zum nächsten Geschäft, zum Kindergarten oder zum Sportplatz maximal 300 Schritte nötig sind. Auch Autofahrer sollen den Weg zu ihrem Fahrzeug tunlichst „fußfüssig“ zurücklegen. Also gibt es Sammelgaragen. Vielleicht ist das der Grund, warum diese oft leer und die knappen Parkplätze auf der Straße so heiß begehrt sind?

Dafür ist die Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz optimal: mit der U-2 ist man ein einer halben Stunde mitten im Ersten - mit Haltestellen direkt vor WU, Uni Wien und TU.

 

 

Die Plattform für junge Kunst des CLUB TIROL in Wien, t.art, präsentiert Astrid Rausch im Dialog mit Petra Schweifer

Was Kurator Stefan Rothleitner und die Mitinitiatorinnen Charlotte Sengthaler und Martina Scheiber auf ihrer Kunstförderplattform „t.art“ diesmal angerichtet haben, lässt niemanden unberührt. Zwei Künstlerinnen, die miteinander in Wien studierten, finden einander in einer Ausstellung wieder: Die Tiroler Künstlerin Astrid Rausch öffnet mit ihren Bildern chaotische, geheimnisvolle Bildlandschaften, in denen sich unbestimmbare Kreaturen verlieren. Im Dialog mit der Burgenländerin Petra Schweifer, die Zitate und Sätze in ihre reduziert-phantasievolle Bildsprache übersetzt, gehen die Besucher auf eine geheimnisvolle Reise, deren Berührungen sich niemand entziehen kann.

Astrid Rausch und Petra Schweifer haben beide bei Prof. Walter Obholzer und Prof. Erwin Bohatsch in Wien studiert und sich seit dem Studienabschluss 2006 unabhängig voneinander weiterentwickelt. Im Rahmen der Kunstinitiative t.art, die vom Business-Netzwerk CLUB TIROL in Wien unterstützt wird, um junge Tiroler KünstlerInnen in Wien zu fördern, haben sich beide nun wiedergefunden und stellen erstmals gemeinsam aus.

„Ich freue mich sehr, dass wir diesmal zwei Künstlerinnen präsentieren, die mit ihrem Werk alle überrascht und noch eine große Karriere vor sich haben,“ zeigt sich Club Tirol-Vizepräsidentin Renate Danler beeindruckt.

Die Ausstellung in den Räumen der Personalberatung HR Scope,

Garnisongasse 3/11, 1090 Wien ist noch bis 31. August zu Bürozeiten zu sehen.

 

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