"Anton Romako. Beginn der Moderne" 
Kunstexpertin, Kuratorin und Club Tirol Mitglied Dr. Marianne Hussl-Hörmann führte die interessierte Gruppe durch die Ausstellung. 

 

Gemeinsam zwischen Weinbergen zu wandern ist schön. Noch schöner ists, beim Rasten auf ein sonniges Wien zu schauen.  Am schönsten wird’s , wenn dabei Tiroler Volkslieder erklingen – live gespielt von zwei strammen Tiroler Mannsbildern mit ihren Flügelhörnern: Gerhard Ostermann und Bernd Raitmair. Wenn Tiroler wandern, darf auch auf Wiens Hügeln die Musik nicht fehlen.

Genießen konnten diese Idylle alle 60 Frischluft-Freunde, die bei der Weinwanderung des Club Tirol dabei waren, allen voran Präsident Julian Hadschieff. Mit Kindern und Hund Leila stapften die Frauen und Männer tapfer dahin, hügelauf, hügelab -  von Nussdorf bis Neustift. Alle hielten problemlos durch und der Rettungs-Jeep von Motor Village Schönbrunn, den der umsichtige Organisator Herbert Rieser bereitgestellt hatte, konnte in der Garage bleiben.

Energetisch bestens aufgeladen landete die friedliche Landpartie schließlich beim Heurigen Wolff und bei deren Weinhoheiten Iris und Elisabeth Wolff. Kaum waren Hunger und Durst ordentlich gelöscht, spielten das Musikanten-Duo wieder auf. Wären wir in Tirol gewesen, hätten wir glatt noch eine flotte Sohle auf dem Tanzparkett hingekriegt.

Aber das kann man noch nachholen…vielleicht im nächsten Jahr.

Wir danken allen Unterstützern dieser tollen Wanderung!

      

  

 

 

 

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Es war eine Führung der ganz besonderen Art, die rund 30 Mitglieder des Club Tirol auf Einladung von Club-Mitglied und Unternehmensberater Harald Preyer nach Göttweig führte. Ein Traumtag setzte das beeindruckende Stift ins schönste Abendlicht und bildete den festlichen Rahmen für außergewöhnliche Erlebnisse. Pater Johannes Paul gab auf besondere Weise Einblick in das Klosterleben und setzte seine Tiroler „Mit-Schwestern und –Brüder“ direkt vors Allerheiligste ins Chorgestühl, in die Krypta, wo allabendlich die „Komplet“ stattfindet oder ins Exerzitienhaus. Höhepunkt dieser berührenden „Kloster-Erstemals“ war die Teilnahme an der Vesper und das gemeinsame Singen gregorianischer Choräle.

Eingestimmt auf das Wesentliche im Leben, lud Harald Preyer zu seinem Vortrag „Megatrends der Menschheit“ ins Exerzitienhaus. Mit einer spontanen Onlinebefragung aller Teilnehmerinnen via Smartphone stieg der versierte Berater gleich ein in den ersten großen Trend, die Digitalisierung, von der er sich Riesenchancen für die Wirtschaft und die Gesellschaft erwartet und deutliche Entlastungen der Menschen. Als Trend Nummer 2 identifizierte Preyer die „Nachhaltigkeit“ , das reicht vom Umgang mit dem eigenen Körper – „Wir versuchen mit unserem Körper besser umzugehen als jemals eine Generation zuvor…“- über die Nachhaltigkeits-Managementansätze „Compliance“ – „wir versuchen alles zu regeln und verhalten uns gesetzeskonform“ versus „Integrity-Ansatz“, der auf Motivation und Engagement von Menschen durch Sinn-Vermittlung setzt. Megatrend Nummer 3, die „Urbanisierung“, spricht von veränderten Lebenswelten einerseits dadurch, dass heute schon mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt, andererseits die Digitalisierung die Möglichkeit bietet, von jedem Punkte der Welt aus zu arbeiten. Das bedarf eines neuen Führungsstils und eine Emotionalisierung der Begegnungen. Preyer ortet den Wechsel vom Vorgesetzten/Manager zur Führungskraft/Leader und fordert dazu „Resonanz“ ein. Im vierten Megatrend erläuterte Preyer die Auswirkungen des Megatrends „Wachstum“ – vor allem des Wissens-Wachstums. Damit verbunden seien neue Formen permanenten Lernens.“Blended Learning“, Pear to Pear-Controlling, Double speed learning…

Da war es richtig beruhigend, wieder in den Stiftshof zu treten, der schon mehr als ein Jahrtausend Menschen Schutz bietet und auf der traumhaften Restaurant-Terrasse mit Blick auf die Donau im Abendrot einen Aperitif zu schlürfen und ein feines Abendessen zu genießen.

Danke, lieber Pater Johannes Paul für die berührenden Einblicke. Und danke, lieber Harald, für die großartige Einladung und diese Erfahrung zwischen Welten-Dynamik und kontemplativer Ewigkeit. Eins ist jedenfalls sicher: Sollten wir mit den Megatrends nicht schnell genug mithalten, steht uns die Klosterwelt hier in Göttweig zumindest zeitweise offen!

Mehr Infos zu Führungen, Veranstaltungen im Stift Göttweig: www.stiftgoettweig.at

Singen aus dem Glauben: www.sadg.org mit P. Johannes Paul Abrahamowicz O.S.B.

Voting Ergebnisse und Präsentation Megatrends : HIER

(man muss sich nicht anmelden, nur in der Mitte des rechten Bildschirmrandes > am Pfeil klicken)

 

 

Prominent besetzte CLUB-TIROL Podiumsdiskussion über die „Zukunft der Regionalmedien“

Die einen haben gerade in neue Druckmaschinen investiert. Die anderen nutzen Synergien zwischen Print und Online, um Kosten zu reduzieren. Und für alle scheint klar zu sein, dass letztlich nur mit Qualität in den Redaktionen das Match zu gewinnen ist. Totgesagte leben bekanntlich länger - und das offenbar in der „regionalen Oase“ noch um einiges besser als auf der nationalen Bühne.

Wie umgehen mit Fake-News und Social Media, der Finanzierung klassischer Journalisten, immer älter werdenden Abonnenten, sinkenden Auflagen oder Bezahlschranken im Netz -  auf diese brennenden Fragen gab es (Montagabend) bei einer Podiumsdiskussion über „die Zukunft der Regionalmedien“ im Presseclub Concordia in Wien eine Reihe von Antworten. Der CLUB Tirol hatte dazu eingeladen - und mit Toni Ebner, Chefredakteur der Südtiroler Dolomiten, Alois Vahrner, Chefredakteur der Tiroler Tageszeitung, Michael Sabath, Mitglied der Chefredaktion der Kleinen Zeitung sowie Clemens Pig, Vorsitzender der Geschäftsführung und geschäftsführender Vorstand der APA – Austria Presse Agentur, fanden sich die jeweiligen regionalen „Medien-Platzhirschen“ gemeinsam mit Moderatorin und CLUB TIROL Vorstandsmitglied Lydia Ninz am Podium wieder.

Eines gleich vorweg: Das Aussterben der auf Papier gedruckten Zeitung ist bis auf weiteres vertagt. Den „Stein der Weisen“, wie mit Online gutes Geld zu verdienen ist, das hat unter den Regionalkaisern jedoch noch keiner gefunden. Diversifizierung der Medienunternehmen, Experimentieren sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder sind hingegen angesagt - um etwa mit „medienfernen“ Erlösen echten Journalismus finanzieren zu können.

Heiratsmuffel lassen Abozahlen sinken

„Wir waren die Ersten, die 2016 für unser Internetangebot eine Bezahlschranke eingeführt haben, und sind zuerst in ein ‚Tal der Tränen“ gefallen“, erzählte Michael Sabath. Mittlerweile kann die Kleine Zeitung (immer noch ertragreichster Teil der Styria Media Group) stolz von rund 26.000 reinen Digitalabonnenten berichten. Österreichs zweitgrößte Tageszeitung, im Süden sogar die Nummer 1, setzt trotzdem weiter auf die Printausgabe. Dafür „haben wir gerade neue Druckmaschinen geordert, die halten in der Regel mindestens zehn Jahre.“ Der Regionaljournalismus ist für Sabath auch ein wichtiger Weg, um junge Leser zu gewinnen: „Wir wissen, dass 90 Prozent der Meldungen, die die Bestellung eines Abos nach sich ziehen, aus dem regionalen Bereich stammen.“

„Journalistische Inhalte sind teuer, die wollen wir deshalb auch nicht verschenken“, erklärt Toni Ebner die Strategie der zum Medienhaus Athesia gehörenden Dolomiten. Man fährt daher auf zwei Schienen: Nur der (Print-)Abonnent erhält das umfangreiche Angebot, sei es als Druckexemplar und/oder als e-paper. Das reduzierte Gratis-Angebot für alle gibt es hingegen mit dem Netzportal  stol.it. Ebner: „Ein Problem ist schon, dass sich viele Leute mit immer weniger Gratis-Informationen zufrieden geben.“ Ebner sieht (schmunzelnd) auch gesellschaftliche Veränderungen als Grund für sinkende Abo-Zahlen: „Die Jungen heiraten ja nicht mehr, früher wurde mit Hochzeit und Hausstandsgründung automatisch ein Dolomiten-Abo bestellt.“

Über jüngste Zuwächse im Printbereich freut sich TT-Chef Alois Vahrner. Und auch darüber, dass man die mediale Konkurrenz in Tirol wieder deutlich auf Abstand halten konnte. Für Vahrner hat Print jedenfalls Zukunft, auch wenn es bei den Auflagen kaum mehr nach oben gehen wird, weil die Zahl der Online-Leser weiter ansteigt.

Eine Bezahlschranke beim Netz-Angebot tt.com sei derzeit nicht in Sicht. Allerdings bleiben bestimmte Artikel den Abonnenten vorbehalten. Ähnlich wie bei den anderen Medienunternehmen machen die Anzeigenerlöse im Onlinebereich bei der TT etwa 10 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Bei der APA, die als Agentur ja nicht direkt an den Leser kommt, ist klar, dass „es Inhalte nur gegen Bezahlung gibt.“ Clemens Pig ergänzt, „dass Genossenschaften vor dem Hintergrund der digitalen, internationalen Herausforderungen der Medienindustrie eine moderne Rechtsform im Sinne des Wirtschaftsmodells der sharing economy darstellen und sich diese Herausforderungen gemeinsam besser meistern lassen.“

Allein mit der Basisdienstleistung für die Eigentümer, die Medien, könnte eine Agentur im kleinen Markt Österreich nicht überleben. Deshalb hat die APA schon früh auf Diversifizierung gesetzt. Neue Geschäftsfelder und Technologien werden laufend eingeführt, wie etwa Fact-Checking-Lösungen oder Artificial Intelligence. Man müsse aber auch, so Pig, immer den Mut haben, „Dinge wieder abzudrehen, wenn sie nicht funktionieren.“

Mit Recherche gegen Fake News

Dass es auch in Zukunft weiter Journalisten brauchen wird, darüber waren sich alle Diskutanten einig. Gerade in Hinblick auf Social Media und dem Problem der Fake News. „Es geht nicht nur um die Weitergabe von Informationen, diese müssen auch überprüft und verifiziert werden“, so Clemens Pig. Social Media wie Facebook und Co. seien für die klassischen Medien „wichtig für die Zugriffssteigerungen auf unseren Portalen, aber nicht deren Inhalte“ (Ebner). Oberstes Prinzip bleibe, die eigene Glaubwürdigkeit zu erhalten. Ebner: „Wir müssen nicht die Ersten mit einer Meldung sein, bei uns wird zuerst nachrecherchiert.“

In praktisch allen Medienunternehmen arbeiten mittlerweile Online- und Printredaktionen zusammen, sind mehr oder weniger integriert. „Mit unserem neuen Redaktionssystem verzahnen wir das noch mehr“, so Alois Vahrner. Egal ob Print oder Online, wichtig ist es „eine glaubwürdige Quelle zu bleiben.“ Bei der Kleinen Zeitung war, so Sabath, die Integration „nicht ganz so leicht, die jungen Online-Kollegen haben andere Werkzeuge, da muss man ihnen als altgestandener Printjournalist schon zur Seite stehen.“ Die Geschwindigkeit, mit der heute Nachrichten Online generiert werden, sei oftmals ein Problem und in Hinblick auf die Recherche eine Herausforderung.

Die (regionalen) Medien werden, so die durchaus einhellige Meinung, nicht mit neuen Technologien gewinnen, sondern mit entsprechend ausgestatteten Redaktionen. Fazit für CLUB-TIROL-Präsidenten Julian Hadschieff am Ende der anregenden Diskussion: „Freie Medien sind ganz wichtig für unsere Demokratie.“

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